Executive Coaching Vorteile, Ziele, Merkmale, Definition

CoachingCoaching-Arten – Executive Coaching Vorteile, Ziele, Merkmale und Definition

Executive Coaching

Executive Coaching Vorteile, Ziele, Merkmale, Definition
Executive Coaching Vorteile, Ziele, Merkmale, Definition

Coaching ist ganz allgemein ein Oberbegriff für Beratungsmethoden jeglicher Art. Eine davon ist das Executive Coaching, zu Deutsch Beraten und Trainieren von Führungskräften. Das Angebot eines Executive Coachings ist überwiegend in der freien Wirtschaft gefragt und dort vorallem von Topmanagern, also der obersten Führungsebene. Nur vereinzelt wird es auch von Führungskräften im öffentlichen Dienst, also von den Beamten im höheren Dienst sowie von leitenden Angestellten bei Bund, Ländern und Gemeinden in Anspruch genommen. Hier lernen Sie mehr zu den besonderen Merkmalen, Vorteilen, Zielen, erhalten eine Definition und lernen mehr dazu, was einen Executive Coach ausmacht.

Definiton

Der Begriff Executive Coaching selbst ist nicht geschützt. Demzufolge wird er ebenso vielfältig wie vielseitig genutzt. Daraus wiederum ergibt sich, dass Qualität und Erfolg ganz maßgeblich von dem einzelnen Executive Coach abhängig sind. Der muss wissen, was er den Führungskräften vermittelt und sollte im Idealfall, wie es heißt, aus deren eigenen Reihen kommen.

In Anbetracht dessen, dass es sich beim Executive Coaching um einen nicht geschützten, in dem Sinne nicht einheitlich definierten Begriff handelt, bietet sich die folgende Formulierung bzw. Definition an:

  • Executive Coaching ist eine persönliche Arbeitsbeziehung zwischen dem Experten als Coach und dem Manager beziehungsweise der Führungskraft als Executive. Das wird in der Bezeichnung CEO, Chief Executive Officer recht deutlich. Diese Arbeitsbeziehung ist darauf ausgerichtet, den Executive in die Lage zu versetzen, seine Sicht der Dinge und sein Handeln zu solchen Themen zu revidieren und zu relativieren, die bisher zu einem unzufriedenen Ergebnis geführt haben“.

Von einer Führungskraft wird viel erwartet. Sie muss ein Allrounder sein, sie muss führen, leiten und arbeiten können. Das unterscheidet sie von den Mitarbeitern und Beschäftigten, von denen ausschließlich die Bewältigung der ihnen übertragenen Arbeit erwartet wird. Die müssen sie gut bis sehr gut erledigen, mehr aber auch nicht.

Ziele

Mit dem Executive Coaching soll das Ziel erreicht werden, dass die Führungskraft respektive der Manager seine Gesamtkompetenz steigert und verbessert

  • Managementkompetenz ist der Sammelbegriff für Fähigkeiten wie Führen, Planen, Organisieren, Strukturieren und Kontrollieren.

Personalführung

Die zwei Leistungsschwerpunkte eines Managers oder des Managens sind die Personalführung sowie die Aufgabenbewältigung. Beide Bereiche überschneiden sich, sie gehen teilweise nahtlos ineinander über. Den Vorgesetzten des Managers, beispielsweise Vorstand, Aktionäre oder Gesellschafter als Firmeneigentümer, interessiert einzig und allein das Ergebnis mit Umsatz und Gewinn. Die Führungskraft kann ihrerseits unter Beachtung vorgegebener Rahmenbedingungen frei entscheiden, wie sie dieses Ziel erreicht. Dazu werden auch, aber nicht ausschließlich Menschen und Maschinen gebraucht.

Kommunikation

Ganz wesentlich ist das „Wie“ im Miteinander zwischen Manager und Mitarbeiterteam. Oftmals scheitert ein Erreichen des Maximalziels an den Unzulänglichkeiten der Führungskraft; man könnte auch sagen am menschlichen Versagen. Wenn das erkannt wird, dann ist es zu spät. Das Projekt ist in den Sand gesetzt und der Manager wird ausgetauscht nach dem Grundsatz: Das Bessere ist des Guten Feind.

Diese Situation ist jedoch von keiner Seite gewollt. Damit es nicht dazu kommt, sollte die Führungskraft das Angebot eines Executive Coachings annehmen; und zwar auch dann, wenn die damit verbundenen Kosten selbst bezahlt werden müssen.

Executive Coach

Der Begriff Coach hat seinen Ursprung im Sport. Dort ist der Coach das Bindeglied zwischen Trainer, Team und dem Sportpsychologen; oder aber er nimmt als ausgebildeter, geschulter Allrounder alle Funktionen und Aufgaben in einer Person selbst wahr. Doch ein Executive Coach ist nicht nur gefragt, um Mängel und Defizite zu beheben. Er kann auch in einem Stadium in Anspruch genommen oder konsultiert werden, in dem es um die Verbesserung von schon vorhandenen guten Führungsqualitäten und Kompetenzen geht. Coaching ist zu jeder Zeit möglich und ein probates Mittel zur Leistungsverbesserung.

Einschlägige Berufserfahrung

Vor diesem Gesamthintergrund ist es geradezu unerlässlich, dass der Executive Coach weiß wovon er spricht. Er muss also über eine einschlägige, ausreichend gute und fundierte Berufserfahrung verfügen. Bestenfalls ist er ein ehemaliger Topmanager, der jetzt eine eigene Beratungsfirma als Executive Coach führt und, wie es gern genannt wird, sein Wissen und seine Erfahrung an die nächsten Generationen weitergibt.

Die beste Voraussetzung für den Coachingerfolg ist dann gegeben, wenn die Chemie zwischen beiden Personen stimmt. Sie müssen sich gut verstehen und deswegen auf einer Wellenlänge denken, sprechen und fühlen, weil das Coaching in vielen Phasen zu einem vertraulichen Zwiegespräch werden kann. Jede Führungskraft bewegt sich täglich in einem naturgegebenen beruflichen Spannungsfeld zu mehreren Seiten hin. In vielen Situationen fungiert sie als eine Metapher in dem gleichzeitigen Wissen, es ohnehin nicht jedem rechtmachen zu können. Interessens- und oftmals auch Gewissenskonflikte sind sozusagen vorprogrammiert.

Ehrlichkeit und Offenheit

Ein weiterer wichtiger, erfolgversprechender Aspekt des Executive Coachings sind Ehrlichkeit und schonungslose Offenheit des Coaches gegenüber dem Executive. Die Luft wird dünn! Je höher, umso einsamer! Diese und andere Redewendungen drücken aus, dass die Führungskraft in ihrer Situation und Position kaum jemanden hat, dem sie vertrauen kann, und der ihr mit einer unvoreingenommenen Offenheit begegnet. Das hat, ob bewusst oder unbewusst, auf Dauer Auswirkungen auf die psychische Verfassung der Führungskraft. Sie wird misstrauisch, dünnhäutig oder eigenbrötlerisch.

  • Im Grunde genommen sind das Eigenschaften, die auf ein angekratztes Ego, auf mangelndes Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl hinweisen. Das ist für jede Managerkarriere der Anfang vom Ende. In alltäglichen Lebenssituationen ist der eigene Ehe- oder Lebenspartner oftmals der einzige, der offen und ehrlich seine Meinung sagt, und der kritisiert. Ein solcher offener Meinungsaustausch ist hilfreich, förderlich und in dem Sinne unentbehrlich, jedoch auf den familiär-persönlichen Privatbereich begrenzt. Die ideale Ergänzung für den Beruf ist das Executive Coaching – allerdings nur mit dem richtigen Coach.

Erfolg einer Führungskraft

Während die Leistung eines Arbeiters oder Angestellten messbar ist, zum Beispiel mit wiegen, messen und zählen, ist das auf den höheren Hierarchie- und Führungsebenen so nicht möglich. Der Erfolg wird nicht von einer oder einigen, sondern von der Summe aller Leistungen einer Führungskraft bestimmt. Die liegen sowohl im fachlichen als auch in Bereichen wie Persönlichkeit, wie soziale Kompetenz oder Lebensanschauung bis hin zur eigenen Lebensführung als beispielhaftes Vorbild. Im Grunde genommen kann der Executive Coach als ein Lebensberater in beruflichen Angelegenheiten bezeichnet werden. Er versteht aus eigener Erfahrung um was es geht, wie der Executive fühlt, und was wie geändert werden kann bis hin zu muss. Im Gegensatz zum privaten Rat im Familienkreis geht es beim Executive Coaching jedoch ausschließlich um den beruflichen Erfolg.

Das Minimalziel ist der Status Quo im Unternehmen, das Maximalziel der nächste Schritt auf der Karriereleiter. Eins wie das andere geht vielleicht auch ohne Coaching; mit Executive Coach hingegen ist der Erfolg nahezu garantiert.

Von Interesse können hier auch die Beiträge zu den Themen Business Coaching, Führungskräfte Coaching und Rhetorik Coaching sein.

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