Eine schlechte, mangelhafte Führung hat Ursachen!

Führung – Eine schlechte, mangelhafte Führung hat Ursachen!

Führungskräfte gleich Summe aus Richtung und Kraft

Eine schlechte, mangelhafte Führung hat Ursachen!
Eine schlechte, mangelhafte Führung hat Ursachen!

Wer wünscht sich nicht für seinen Betrieb jemanden, der weiß, was er will und obendrein mit der nötigen Rücksichtnahme und Umsicht auf Mitarbeiter und Umwelt seine Ziele erreicht? Wer möchte nicht einen Chef haben, der motivieren kann, zuhören, selbst mit anpackt, aber auch keine Schwierigkeit hat Mitarbeitern wichtige Aufgaben zu überlassen, Kompetenzen zu übertragen? Oft weit gefehlt, denn im Alltag finden wir oft schlechte und mangelhafte Führung. Lernen Sie mehr zu den möglichen Ursachen dieser Führungskatastrophe.

Gute Führungskräfte sind komplexe Persönlichkeiten und diese fallen nicht vom Himmel. Sie müssen wachsen in einer Gesellschaft, die genügend Nährstoffe und Freiraum für das Wachstum zur Verfügung stellt. Nicht jeder Busch wird zum Baum, das ist klar, aber die, die Früchte bringen und Schatten spenden, brauchen Platz zum Wachsen und den richtigen Boden.

Selbstständigkeit woher?

Leider fängt es in Deutschland wie in den meisten Ländern der westlichen Welt allzu oft schlecht an. Wenn sich Eltern Kinder wünschen, dann wünschen sie sich meisten auch diese Kinder bald abzugeben an Kinderkrippen und Kindergärten, am liebsten mit Nachmittagsbetreuung. Dort werden die Kinder beschäftigt, betreut und bespielt, lernen im besten Fall miteinander auszukommen; doch eigene Ideen zu entwickeln, Spiele zu erfinden, wirklich eigene Erfahrungen zu sammeln?

Alles unter Aufsicht und wenn es ein Problem gibt, ist sofort eine Betreuerin da, die eingreift und lenkt. Selbstständigkeit Fehlanzeige. Freiheit möglichst wenig.

  • Der Grund zur selbstbewussten, der Initiative fähigen Führungskraft ist zu oft schlecht gelegt.

Für das Vertrauen, die Sicherheit und die natürliche Entwicklung gibt es keinen besseren Ort in den ersten Jahren als das Elternhaus mit Vater und Mutter. Wer das aus ideologischen Gründen leugnet, schadet den Menschen, schadet der Gesellschaft, die Individuen braucht und keine ideologische Stangenware à la Kinderhort und Früherziehung.

Frühverformungen in der Schule

Das schlechte Spiel setzt sich fort in der Grundschule. Zu den größten Absurditäten gehört es, dass man immer wieder Quoten fordert für Spitzenkräfte in Industrie und Wirtschaft und nicht mit der Wimper zuckt, wenn an immer mehr Grundschulen ausschließlich Frauen unterrichten.

Koedukative Erziehung

Wo es um Leistung geht, sind Quoten nicht angebracht und eine anmaßende Bevormundung, doch wo es um Vielfalt, Lehre und Erziehung geht, wären sie bitter nötig. Solange die koedukative Erziehung besteht, Jungen und Mädchen gemeinsam unterrichtet werden, ist die Gesellschaft verpflichtet dafür zu Sorgen, dass auch das Lehrerzimmer aus Pädagogen beider Geschlechter besteht.

Einmalig in der Geschichte der Menschheit, dass nur ein Geschlecht alle erzieht. Eine absurde und offensichtliche Benachteiligung der Jungen, die vielfach schadet. Früh wird signalisiert, dass männliches Verhalten unerwünscht ist und nachteilig. Fähigkeiten werden unterdrückt, gar nicht unbedingt absichtlich, sondern einfach zwangsläufig, strukturell bedingt.

Jungen lernen sich anzupassen und sich unterzuordnen. Unsere zukünftigen Führungskräfte? Doch wenn stattdessen Frauen führen? Auch Frauen brauchen starke Männer, um sich entfalten zu können und Mädchen wachsen gemeinsam mit den Jungen, auch und besonders an Widerständen und Auseinandersetzungen.

Entindividualisierung

Haben die Jungen die Grundschule überlebt ohne Psychiater, Ritalin und ohne mit irgendwelchen angeblich angeborenen Lese- oder Rechenschwächen dauerhaft etikettiert zu werden, dann gelangen sie zur zweiten Stufe der Entindividualisierung und Verunselbständigung.

Ideologische Begriffe werden zur Norm, bunt bebilderte, geistlose Schulbücher sind ihr Nahrung. Wer kann, flüchtet sich in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich, denn alles, was sich Geisteswissenschaft nennt, ist feminin übersäuert in Inhalten, Lehrmethoden und durch den ebenfalls zu hohen und damit einseitigen Anteil an Lehrerinnen.

Anpassung ist gefragt, an Begriffe, die oft genug falsch sind. Die Mädchen triumphieren und es ist ihnen und ihrem Umfeld selbstverständlich geworden, dass sie die ‚Besseren‘ seien, was eine Schwäche ist. Denn ideologisch gepuscht sein, ist etwas anderes, als wirkliche besondere Fähigkeiten zu haben und gerade dieser Eigendünkel wirkt sich negativ aus auf alles, was wirkliche Führungskraft fordert. Denn realistische Selbsteinschätzung ist eine der Säulen guter Führung.

Studium

Als dritter und letzter Misston in der Reihe dieses Erziehungsdreiklanges bleibt die Uni, die in den letzten Jahren immer weiter verschult und auf die Bedürfnisse junger Frauen zugeschnitten worden ist. Während es früher mehr dem Einzelnen überlassen blieb, wie er sein Studium gestaltete und es bei ihm lag, was er daraus machte, sind alle Module nun vorgegeben.

Viele kleine Einheiten werden verabreicht, brav auswendig gelernt und danach wieder vergessen. Die jungen Frauen sammeln Wissen wie Payback-Punkte, die Männer notgedrungen auch, und das Ergebnis ist entsprechend.

Führungskräfte? Fehlanzeige. Man hat ja nie gelernt auch mal ohne Führung auszukommen und in längeren Zeiträumen zu denken. Auch die Abschaffung des Militärdienstes hat in dieser Hinsicht geschadet. Zu Recht sagt man, dass nur der befehlen kann, der auch gelernt hat zu gehorchen und auch wenn das zunächst ungewohnt und martialisch klingt, so muss eine Führungskraft eben doch direkt oder indirekt sehr viel befehlen, auch wenn das noch so elegant als Teamarbeit kaschiert sein mag.

Mythos Dauerpower

Analysieren wir nun aber die Situation des Leitenden in der Praxis. Eine der Hauptschwächen der Deutschen ist das Auf-andere-Glotzen. Wer ist führend? Immer noch die Amerikaner. Also machen wir es so wie die, oder ungefähr wie sie, oder so, wie wir denken, dass sie es machen. Hektik ist angesagt. Das Arbeitsethos der Nordamerikaner verlangt vor allem, dass man viel arbeitet, Qualität ist zweitrangig.

Das führt dazu, dass es gerade bei Start-ups Kult ist sich und die eigene Firma zu Tode zu schinden. Dies sollte man getrost den Amis überlassen, es ist nicht nachahmenswert, und die Chinesen sind es, um das vorweg zu nehmen, auch nicht.

Dauerpower schadet nur und die Deutschen haben dafür weniger Talent als andere. Wir brauchen Rhythmus, den Wechsel zwischen Anspannung und Erholung, Reflexion und Aktion. Wir brauchen auch das Vorbild und Verständnis, wir wollen Kompetenz auch im Moralischen, Einfühlungsvermögen und klare Zielvorgaben. Ehrlichkeit und Fairness sind hoch angesehen, wenn auch nicht sehr verbreitet. Wie kann man das alles als Führungskraft in sich vereinen?

Divide et impera

Es hilft, wenn man sich jedes Unternehmen wie ein Haus denkt. Wer leitet, ist für das Fundament, die Grundmauern, das Dach, die Zwischenwände, die Leitungen und Rohre ebenso verantwortlich wie für die praktische und wohnliche Inneneinrichtung.

An dieser doppelten Aufgabe, die beim normalen Hausbau getrennt ist, scheitern viele. Als Führungskraft muss man wie ein Dirigent von allen Instrumenten etwas verstehen, von der Musik sowieso und das Orchester will auch noch menschlich bei Laune gehalten werden und sein Bestes geben können. Wie soll das gehen? Divide et imperateile und herrsche. Dieser bekannte Ausspruch von Julius Cäsar gilt für jede Führungskraft, und zwar im positiven Sinne.

Man betrachte den Betrieb, das Unternehmen von außen nach innen. Da ist zunächst die Struktur, der Rohbau. Hier brauche ich Fachwissen und Rationalität. Welche Bausubstanz bietet sich an? Wie ist es mit der Statik? Welcher Handwerker kommt wann? Je rationaler, desto besser. Jeder ist dem Bauherren für Klarheit und eindeutige Zielsetzungen dankbar.

Beschäftige ich mich aber mit dem Innenausbau, dann ist das Team gefragt und alle, die im Haus wohnen sollen. Nichts ist unangenehmer, als wenn einer für andere bestimmt, was subjektiv ist und letztlich eine Frage des Geschmackes.

Hier kann man viel verlieren oder auch gewinnen und hier zeigt sich vor allem innere Stärke. Denn in diesem Bereich darf ich nachgeben, soll ich mich nach den Wünschen und Vorlieben der anderen richten oder sie zumindest akzeptieren.

Ein unausgeglichener Mensch scheitert hier, weil es für ihn, oder sie, viel zu wichtig ist, dass es diese oder jene Kaffeemaschine ist, oder diese Tische mit jener Farbe … . Und damit scheitert er/sie als Führungskraft. Oft an Kleinigkeiten, die vor allem emotional wichtig sind, aber nicht als solche erkannt und stattdessen rational behandelt werden.

Umgekehrt gibt es Leute, die sich bei Strukturfragen von ihren Emotionen leiten lassen. Das ist gefährlich. Es geht nicht darum, welches Baumaterial hübscher ist, sondern welches angemessen ist, kostengünstig und qualitativ hochwertig. Nur wer also in sich ruht, sich seiner selbst sicher ist, wird auf ganz unterschiedliche Anforderungen angemessen reagieren können. Mal zuhörend, mal abwägend, manchmal einfühlsam, aber wo es nötig ist auch sehr sachlich, stringent, entschlossen und souverän.

  • Zu erkennen, welche Führungsweise gefordert ist, das ist die Kunst des Führens.

Verantwortungsvolles Handeln

Es gibt aber noch eine höhere Kunst in der Führung und die beginnt dort, wo ich nicht nur mein Unternehmen und das Interesse der Mitarbeiter überblicke, sondern mich in der Verantwortung für die Gesellschaft sehe.

Das gilt natürlich für die Politik, ebenso aber auch für die großen Konzerne in Industrie und Handel und bei den neuen Medien. Habe ich die Kraft verantwortungsvoll zu führen hinsichtlich des Ganzen? Kann ich Entscheidungen treffen, die die Zukunft verändern?

Das kann nur gelingen, wenn ich auf etwas Größeres als mich selber schaue. Gott, die Natur, die Menschheit, zur Not der Staat. Das sind Beziehungspunkte, die es einem ermöglichen über den Augenblick hinaus zu denken.

Der Glaube an Gott ist dabei der Stärkste, denn er als einziger kann mein ganzes Leben beurteilen und ihm gegenüber habe ich eine direkte Verantwortung. Der Natur muss ich nicht antworten, obwohl ihr Erhalt ebenso ein Ziel ist, das über den Einzelnen hinaus weist. Je schwächer der Bezugspunkt ist, den ich mir als Richtschnur nehme, umso weniger werde ich wirklich in der Lage sein verantwortungsvoll zu handeln.

Der schwächste Bezugspunkt ist man selber. Das ist sehr wenig. Darum sollten wir uns bemühen diese Schwäche zuerst zu überwinden. Die alberne Attitüde des Hedonismus bringt keine Führungskräfte hervor.

Verantwortung für das Leben der anderen von der ersten bis zur letzten Sekunde ist der erste und wichtigste Schritt auf der langen Treppe, die zu guter, leitender Verantwortung führt.

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