Was ist Coaching? Einführung, Ziele, Vorteile, Vorgehensweise und Arten

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Was ist Coaching? Einführung, Ziele, Vorteile, Vorgehensweise und Arten
Was ist Coaching? Einführung, Ziele, Vorteile, Vorgehensweise und Arten

Coaching ist in aller Munde. Dabei ist allerdings nicht alles, was so bezeichnet wird, auch wirklich ein Coaching. Das Ziel eines Coachs ist es, einzelne oder auch mehrere Personen zu befähigen, zukünftig selbstständig Lösungsansätze für bekannte, aber auch neue Probleme zu finden. Ansonsten können sich Coachings voneinander auch deutlich unterscheiden. Hier lernen Sie mehr zu den Coaching-Arten, den Zielen und Vorteilen sowie zur Vorgehensweise. So erhalten Sie einen Überblick zum komplexen Thema Was ist Coaching?

Was ist Coaching?

Coaching umfasst verschiedene Beratungsmethoden oder Beratungsansätze und kann in unterschiedlichsten Kontexten stattfinden, meist dient ein Coaching allerdings der persönlichen Entwicklung in beruflichen Kontexten.

Generell handelt es sich bei Coaching immer um eine Lernförderung, welche situationsgebunden stattfindet. Coaching findet also nah an oder in der Praxis statt, gelernt wird folglich am Ernstfall. Das Wissen beziehungsweise das Können, welches dabei vermittelt wird, ist demnach nicht abstrakt, sondern konkret und problembezogen.

Beim Coaching steht immer der Mensch mit seinen Ressourcen und Fähigkeiten im Mittelpunkt, grundlegend ist dabei die Annahme, dass der Coachee oder Klient die für ihn beste Lösung bereits mitbringt. Ziel des Coachings ist es also, den für den Klienten besten Weg sichtbar zu machen.

Coaching sinnvoll?

Das Coaching kann in grundsätzlich allen Lebenslagen sinnvoll sein, sei es beruflich oder privat. Häufig kommt ein Coach bei beruflichen Fragen oder Problemen zum Einsatz. In der Praxis nehmen besonders häufig Führungskräfte einen Coach in Anspruch, oft wird dieses vom Arbeitgeber finanziert. Die Fragestellungen können in diesem Kontext ganz unterschiedlich sein und unter anderem die Kernthemen der Mitarbeiterführung wie Kommunikation, Motivation der Mitarbeiter, Gesprächsführung oder das Konfliktmanagement betreffen. Mehr Informationen zum Thema Motivation lernen erhalten.

Im Gegensatz zu einem Seminar, Führungskräftetraining oder dem Lernen durch Ratgeber ist ein Coaching immer ein Prozess, der individuell auf den Coachee abgestimmt ist. So hat der Coach die Möglichkeit, auf die (berufliche oder private) Situation des Klienten einzugehen und dessen Fragen und Wünsche zu berücksichtigen. Das bedeutet, dass es um individuelle und nicht um generelle Lösungen geht.

Möchte man sich coachen lassen, ist es sinnvoll, sich vorab einige Fragen zu stellen:

  • Möchte ich überhaupt etwas ändern?
  • Bin ich bereit, dafür Gewohnheiten aufzugeben?
  • Bin ich bereit, mir meiner Stärken und Schwächen bewusst zu werden?
  • Bin ich bereit, an meinen Verhaltensmustern zu arbeiten?
  • Möchte ich meine Sichtweisen überdenken?

Coaching Ziele

Um die oben genannten Ziele zu erreichen, gibt es verschiedene Möglichkeiten, um den Teilnehmer einen Weg aufzuzeigen. Dabei wird vor allem auf eine in der Personalführung bekannte Eigenschaft des “guten Mitarbeiters” zurückgegriffen: Kompetenz und Motivation, oder wohlfeiler formuliert: Können und Wollen. Häufig fehlt bei Mitarbeitern, welche die vorgegebenen Ziele nicht erreichen, nicht das notwendige Wissen, sondern die Motivation, dieses auch umzusetzen. Neben der Wissensvermittlung ist die Schaffung beziehungsweise Aufrechterhaltung der Motivation ein zentraler Punkt.

Jede einzelne Coachingsitzung endet mit einer Zielvereinbarung. Diese kann unterschiedlich aussehen: Entweder wird nur ein Gesamtziel definiert, möglich sind aber auch Einzelziele sowie beides zusammen. Die Umsetzung wird dann nach einer bestimmten, festgelegten Zeit in einem neuen Treffen kontrolliert und neue Ziele vereinbart. Ist ein zufriedenstellender Stand erreicht, ist das letzte Ziel immer, die erreichten Ziele auch für die Zukunft umzusetzen.

Sinnvoll sind Coachings auch dann, wenn Ziele als solches zwar erreicht sind. Häufig kann eine schleichende Abnahme der Motivation festgestellt werden, sodass man mit einer gezielten Intervention eingreifen kann. Auch die Umsetzung geänderter oder neuer Vorgaben rechtfertigt durchaus ein neuerliches Coaching.

Vorgehensweise

Ein guter Coach wird deswegen auch auf Bewertungen des Mitarbeiters zurückgreifen, häufig den Mitarbeiter auch bei der Arbeit beobachten und für sich selber bewerten. In kurzen Feedbackrunden zu verschiedenen Arbeitsschritten analysiert der Coach die genauen Hintergründe, warum der Teilnehmer etwas macht und wie er es macht.

Anhand dessen werden im Dialog weiterführende Schritte besprochen. Dabei werden die Arbeitsschritte hinterfragt, wobei auch eine Selbsteinschätzung eingeholt wird, nach alternativen Methoden gefragt und Hintergründe für andere Arbeitsschritte erklärt. Der Coach wird dabei je nach Wissensstand des Gegenübers den Ball an den Mitarbeiter zurückgeben. Wenn notwendig nimmt er aber auch eine aktivere Rolle ein, wenn noch viele Wissenslücken erkennbar sind.

Die bereits erwähnte Zielvereinbarung wird anschließend schriftlich fixiert und dem Teilnehmer auch überlassen, eine Kopie verbleibt hingegen beim Coach.

Vorteile

Ein gutes Coaching hat die Vorteile die Mitarbeiter zu befähigen, ihre Ziele besser im Blick zu halten und die entsprechenden Hintergründe zu verstehen. Zudem können Wissenslücken individuell festgestellt und entweder direkt geschlossen werden oder der Mitarbeiter zumindest für eine entsprechende Nachschulung empfohlen werden.

Der Coach selber ist dabei meist eine neutrale Person, häufig auch ein unternehmensexterner Experte. So können subjektive (Vor-)Urteile reduziert werden und die Bewertung des Mitarbeiters wird somit objektiver. Ein gut ausgebildeter Coach ist zudem ein absoluter Experte auf seinem Gebiet und bringt damit mehr Kenntnisse mit als eine Führungskraft, die sich zwar meist fachlich gut auskennt, beim Thema Mitarbeiterentwicklung aber häufig nur durchschnittliche Kenntnisse mitbringt. Ein spezieller Coach kann hier neue Impulse setzen und Entwicklungspotenzial aufzeigen.

Da der Coach meist keine direkte Führungskraft ist, kann zwischen Coach und Teilnehmer nach einer gewissen Zeit auch ein Vertrauensverhältnis entstehen, sodass ein offener Umgang mit eigens festgestellten Schwächen auch besser möglich ist. Da der Mitarbeiter so nicht mit unmittelbaren, negativen Folgen rechnen muss, kann so besser gearbeitet werden.

Coaching Arten

Eine Unterscheidung der Coaching-Arten findet grundsätzlich nach dem statt, wer daran teilnimmt oder was das Ziel des Coachings ist. Unter Coaching-Arten erhalten Sie tiefgreifende Informationen zu den unterschiedlichsten Einsatzgebieten und Definitionen.

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Methoden, Techniken, Instrumente

Im Bereich Coaching Methoden, Techniken und Instrumente finden unterschiedliche Bereiche und Themengebiete zu den Methoden des Coachings. So unter anderem zum Bereich:

Weitere Methoden, Techniken und Instrumente werden folgen.