Scheidung online, Anwalt finden, Kosten, Tipps, Internet

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Scheidung online, Anwalt finden, Online-Scheidung Kosten, Tipps für das Scheiden lassen über das Internet.
Scheidung online, Anwalt finden, Online-Scheidung Kosten, Tipps für das Scheiden lassen über das Internet.

Viele Paare versuchen, ihre Ehe selbst dann noch zu retten, wenn eigentlich schon zu viel passiert ist. Schließlich haben sie sich ja einst geschworen, einander in guten wie in schlechten Zeiten beizustehen. Auch, wenn dieser Schwur nicht ausgesprochen wurde, so heiratet doch niemand leichtfertig und macht sich die Entscheidung für eine Trennung nicht leicht. In diesem Artikel erfahre nund lernen Sie was es mit der Scheidung online auf sich hat, wie Sie den richtigen Anwalt finden können und für wen sich eine Online-Scheidung eignet. Darüber hinaus auch warum eine Scheidung online weniger Kosten verursacht.

Viele Menschen halten auch deswegen an einer kaputten Ehe fest, da sie Angst vor der Scheidung, dem emotionalen Stress und den Scheidungsfolgen haben. In all ihrem Trennungsschmerz wäre es ihnen am liebsten, sie könnten sich einfach online scheiden lassen und die Sache wäre erledigt, doch ganz so schnell geht es leider nicht. Hier erfahren Sie, was sie über die Scheidung wissen müssen und welche Schritte Sie wirklich online erledigen können!

Gibt es eine Scheidung online?

Die Rechtssprechung und die Gesetzeslage bei Scheidungen hat sich in den letzten Jahrzehnten weiterentwickelt. Männer werden bei einer Scheidung heutzutage nicht mehr pauschal benachteiligt. Derjenige, der besser verdient hat, muss nicht ein Leben lang für den anderen aufkommen. Auch die Kinder müssen nicht zwangsläufig nur bei der Mutter leben. Dennoch versucht der Gesetzgeber, vorschnelle Scheidungen zu verhindern, weshalb das Verfahren nicht in weniger als einem Jahr geht.

Vor allem aber gibt es keine Online-Scheidung ohne einen Anwalt. Das Paar muss mindestens einen Anwalt beauftragen, auch wird es mindestens einen Gerichtstermin geben, damit die Scheidung rechtskräftig werden kann.

Viele getrennte Paare auf dem Weg zur Scheidung stellen spätestens nach dem ersten Beratungstermin beim Anwalt fest, dass das auch gut so ist, denn die Beratung durch einen erfahrenen Anwalt ist viel wert und in einer so emotional aufgeladenen Situation ist es auch gut so, dass ein persönliches Gespräch stattfinden kann.

Die Online-Scheidung bezieht sich mehr auf die Abwicklung

Manche Anwälte bieten trotzdem eine sogenannte Online-Scheidung an. Gemeint ist damit jedoch, dass die Beratung online stattfindet und auch alle weiteren notwendigen Schritte zur Scheidung nach Möglichkeit online abgewickelt werden. Für Scheidungswillige, die wenig Zeit haben und die persönliche Beratung nicht wollen, kann das natürlich ein guter Weg sein und auch Kosten sparen.

Die Scheidung und das Trennungsjahr

Die Entscheidung, sich tatsächlich aus der unglücklichen Ehe zu lösen, ist eine ganz persönliche und individuelle Angelegenheit. Kein Außenstehender kann sagen: “Bis hierher und nicht weiter, es wird nicht mehr besser.” Manchmal wird uns diese Entscheidung auch vom Partner abgenommen und die Scheidung ist unumgänglich. Wenn man sich selbst trennen will, dann muss ab diesem Zeitpunkt das Trennungsjahr eingeleitet werden. Ein Trennungsjahr bedeutet eine Trennung von Tisch und Bett. Praktisch heißt das:

  • es wird nicht mehr im gleichen Bett geschlafen (sofern keine sexuellen Aktivitäten mehr stattfinden und beide das bezeugen, kann hiervon abgewichen werden)
  • es gibt keine gemeinsamen Unternehmungen mehr
  • es wird nicht mehr gemeinsam eingekauft und gekocht, jeder versorgt sich selbst
  • es werden keine Gefälligkeiten (z. B. Wäsche waschen, bügeln, etc.) mehr für den anderen erledigt

Das muss man dem Noch-Ehepartner auch mitteilen. Wie man das tut, spielt für die Scheidung zwar keine Rolle, zwischenmenschlich natürlich eine umso größere. Es gibt Musterbriefe, die man verwenden oder abwandeln kann, wenn man das dem Ehepartner nicht persönlich mitteilen will. Leitfäden für ein persönliches Gespräch gibt es natürlich auch, denn oft ist es so, dass man sich nicht mehr sachlich miteinander unterhalten kann. Dieser Stichtag gilt dann als Beginn des Trennungsjahres. Wird ein Paar doch wieder intim oder nimmt eine häusliche Gemeinschaft wieder auf, gilt das Trennungsjahr als beendet und man muss wieder von vorne anfangen – und umso länger warten.

Den richtigen Anwalt finden

Der nächste Schritt besteht darin, einen Anwalt oder zwei Anwälte für Familienrecht zu finden. Ist sich das Paar einig, kann ein Anwalt beauftragt werden, um die Kosten für einen zweiten zu sparen. Allerdings stellt sich ein Anwalt immer auf die Seite desjenigen Partners, der ihn beauftragt hat, weshalb das auch nachteilig sein kann.

Anwalt finden

Am besten sucht man zunächst selbst einen Fachanwalt auf und lässt sich beraten – die Suche nach dem passenden Anwalt geht auch online. Im Internet kann man sich Bewertungen verschiedener Anwälte durchlesen und auch mehr darüber erfahren, wie der Anwalt auftritt. Ist er eher der bissige Typ, der für seinen Mandanten alles Mögliche rausholen will, oder setzt er stärker auf Ruhe und bietet vielleicht sogar Mediation an?

Ein erster Kontakt per E-Mail kann das nötige Vertrauen schaffen, um einen Beratungstermin in Angriff zu nehmen. Bei der Scheidung online trifft man sich oft bis vor dem Termin zur Scheidung vor Gericht nicht persönlich mit dem Anwalt, sodass es schwieriger sein kann, Vertrauen zu fassen. Gerade in dieser emotional aufgeladenen Situation wünschen sich viele Scheidungswillige dieses Vertrauen. Dann empfiehlt es sich, zumindest ein Telefongespräch mit dem Anwalt zu führen, denn dabei kann man ebenfalls erkennen, ob eine vertrauensvolle Basis zur Zusammenarbeit gegeben ist.

Termin beim Scheidungsanwalt vereinbaren

Bei einer Online-Scheidung übermittelt man alle erforderlichen Informationen für eine Scheidung schon vor dem ersten Termin. Es geht beim ersten persönlichen Gespräch dann nicht mehr um die Frage, was wäre, wenn man sich trennt – es wird gleich konkret. Dazu erhält man vom Anwalt vor dem Termin eine Checkliste mit Unterlagen, die man einreichen muss. Das sind beispielsweise aktuelle Gehaltsnachweise beider Partner.

Auf diese Weise spart man nicht nur Zeit, sondern dadurch auch Geld, denn es sind nicht gleich mehrere Termine notwendig, um die Situation und dann erst den Ablauf der Scheidung zu besprechen. Häufig gibt es bei der Scheidung auch den Kostenvoranschlag des Anwalts unmittelbar nach Beauftragung, damit man sich darauf einstellen kann, was die Scheidung kosten wird. Oft entfällt bei einer Scheidung online sogar der sonst obligatorische erste persönliche Termin und der Austausch findet per Post, E-Mail oder Telefon statt.

Der Scheidungsantrag wird nach Klärung aller offenen Fragen bei Gericht eingereicht und dort trifft man zum Scheidungstermin zum ersten Mal persönlich auf den Anwalt, sofern man nicht doch vorher einen Termin unter vier Augen wünscht.

Warum sind Online-Scheidungen günstiger?

Jeder Anwalt für Familienrecht hat einen anderen Beratungsansatz. Manche haben Zusatzqualifikationen in der Mediation, um strittige Scheidungen zu einem guten Ende für alle Beteiligten zu führen. Andere bringen Erfahrungen bei Auslandsscheidungen mit oder kennen sich besonders gut mit typischen Schwierigkeiten mit gemeinsamen Kindern aus.

Bei der Online-Scheidung entfallen persönliche Beratungstermine und es gibt einen festen Ablauf, der Zeit und damit Geld spart. Allerdings sollte man sich darauf einstellen, alle erforderlichen Unterlagen wie Gehaltsnachweise dann auch selbst zügig liefern zu können. Zudem setzen Online-Scheidungen gerne darauf, vor Gericht auf Rechtsmittel zu verzichten, im Einvernehmen mit dem Ehepartner den Streitwert zu reduzieren, private Vereinbarungen zu Hausrat und gemeinsamen Kindern zu schließen sowie die Beauftragung eines weiteren Anwalts zu vermeiden. Wenn der andere Ehepartner die Scheidung ebenfalls will, dann liegt ihm sicherlich auch daran, Kosten einzusparen, und er ist umso eher bereit, einen gemeinsamen Anwalt zu beauftragen und mitzuhelfen, die Kosten zu reduzieren.

Für wen eignen sich Online-Scheidungen?

Eine schnelle, kostengünstige Online-Scheidung kann dann klappen, wenn beide Ehepartner sich einig sind und bereits untereinander beschlossen haben, wie sie den Hausrat aufteilen und bei wem gemeinsame Kinder leben sollen. Wenn ein Ehevertrag geschlossen wurde, ist das umso besser, denn dann steht darin geschrieben, was jetzt passiert.

Der Anwalt wird sich darauf berufen und die Scheidung zieht sich nicht aufgrund von Unklarheiten noch länger hin. Eine strittige Scheidung kann zwar ebenfalls online angestoßen werden – allerdings kann dann nicht mehr garantiert werden, dass sie noch so günstig wie möglich endet. Weitere Informationen zur Scheidung und den entstehenden Problemen erhalten Sie in gleichnamigen Artikel. Häufig wünschen sich Scheidungswillige dann doch mehr und vor allem persönlichere Beratung, als sie bei einer Scheidung online erhalten. Weiterhin muss man sich dessen bewusst sein, dass die Kanzlei sich nicht in der eigenen Stadt befindet und die Fahrtwege zu bedenken sind, wenn man doch einen persönlichen Termin braucht.

Tipps für eine reibungslose Scheidung

Der Partner kann unvorhergesehen reagieren, wenn die Trennung ausgesprochen wird – oft ist es sinnvoll, dann bereits die Online-Scheidung angestoßen zu haben, damit er die Endgültigkeit der Entscheidung versteht. Hier erhalten Sie nochmals einige Tipps zusammengefasst, auf welche Sie achten sollten:

Checklisten vom Anwalt helfen

Der Scheidungsanwalt hat Checklisten über die erforderlichen Dokumente für die Scheidung. Es macht Sinn, sich diese Checkliste geben zu lassen, bevor die Trennung ausgesprochen wird und die Unterlagen des Partners beiseite geschafft werden.

Trennungsgespräch führen

Beim Trennungsgespräch kann man dem Partner anbieten, gemeinsam einen Anwalt zu nehmen, um die Kosten zu sparen, denn man will sich schließlich gegenseitig nichts Böses.

Ruhe bewahren

Alle Fragen rund um Trennung und Scheidung sollte man sich in Ruhe notieren und sie dem Anwalt dann gesammelt stellen, denn das spart Beratungskosten.

Trennungsjahr beachten und einhalten

Sollte die Trennung noch nicht ausgesprochen sein, unbedingt nachfragen, was jetzt zu beachten ist, denn kleine Fehler können das Trennungsjahr wieder ganz von vorne beginnen lassen.